16.03.2015
Irina Lauterbach

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Außenstelle Australien

Simons Jahr down under

Simon in AustralienIst es wirklich bereits Mitte März? Unfassbar. Inzwischen werden alle unsere Kunden bemerkt haben, dass Simon schon seit Ende Januar nicht in der Agentur ist. Puh, Trennungen sind traurig, aber das hier ist ja zum Glück nur eine Trennung auf Zeit. Und dank des Internets ist Kontakt halten nicht schwer. ;) Wir bekommen Mails mit Bildern und Erfahrungen und dürfen (so wie der Rest der Welt) seine Reise in seinem Blog verfolgen. Aber wie kommt er überhaupt auf diese Idee? Lassen wir ihn selbst zu Wort kommen...

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DIE IDEE

Seitdem ich 2008 für 6 Wochen in London gearbeitet habe schlummert in mir der Wunsch einmal ein Jahr im Ausland zu leben. Mit allem was dazu gehört.

Dieser Wunsch lag lange auf Eis, weil das Leben bekanntermaßen Verpflichtungen mit sich bringt, denen man nicht so einfach den Rücken kehren kann – erst einmal eine Ausbildung machen, die Karriereleiter ein Stück hinauf kraxeln und dabei finanzielle Verpflichtungen nicht aus den Augen verlieren.

Nach den nun knapp 6 Jahren, die dieser Wunsch nun Teil meines Lebens ist kann ich ihn endlich realisieren. Alex – unser Chef – hat es vorgemacht. Ein halbes Jahr lang arbeitete er von Schweden aus und dank digitaler Medien war die Kommunikation mit dem Team stets problemlos.

Seit Mitte 2013 plane ich zusammen mit meiner Freundin Carina ein Auslandsjahr. Die Planungen sind von Anfang an mit der Agentur abgesprochen und nun abgeschlossen. Wir werden zusammen für ein Jahr den australischen Kontinent bereisen. Am 26. Januar startet unsere Reise, die voraussichtlich Mitte Januar 2016 endet.
Die Kultur und das Lebensgefühl am anderen Ende der Welt fasziniert uns seit langem und 2013 wurden wir auf unserer Neuseelandreise in diesem positiven Gefühl bestätigt.

 

DER PLAN

Ziel der Unternehmung ist es natürlich in erster Linie, das Land zu bereisen. Fernab der üblichen Touristenpfade möchten wir die Leute und das Land kennen lernen, so wie es ist. Dabei hoffen wir möglichst viele neue Eindrücke zu bekommen, wenn auch sicher nicht alle gut sein werden.
Wir werden uns dazu vor Ort einen Campervan oder eben ein geräumiges Auto zulegen in dem wir die meiste Zeit des Jahres „wohnen“ werden. Die Zeit, die wir nicht mit dem Auto unterwegs sind verbringen wir entweder ins Hostels oder bei der Teilnahme am Wwoofing-Programm, bei dem man eine bestimmte Zeit an Arbeitsleistung (um die 4 Stunden am Tag) gegen Kost und Logie tauscht. So bleibt auch noch genug Zeit weiterhin für die Agentur kreativ zu werden.

Eine genaue Reiseroute haben wir dabei noch nicht festgelegt, weil wir nicht von vornherein Gelegenheiten ausschlagen möchten. Wir lassen uns vollkommen auf das Abenteuer ein und starten eine Reise ohne ein genaues Ziel. Beginnen werden wir in Sydney und selbstverständlich haben wir ein paar Orte ausgesucht, die wir unbedingt sehen wollen. Alles in allem werden wir dabei aber relativ spontan bleiben und dieses Jahr einfach einmal reisen um des Reisens willen. Ich persönlich sehe darin die Chance mich vor allem persönlich (Zeitmanagement, Kommunikation in englischer Sprache usw.) weiterzuentwickeln.

Oft gibt einem aber gerade auch der Abstand einen neuen Blick auf Gewohntes. Ganz nach dem Credo von Stefan Sagmeister, der sein renommiertes Designstudio in New York alle sieben Jahre für ein Jahr schließt um seine Kreativität aufzufrischen möchte ich mich in diesem Jahr kreativ, designtechnisch und fotografisch weiterentwickeln. Wer keine Ahnung hat, wovon ich hier eigentlich spreche, dem sei der TED-Talk unter folgendem Link ans Herz gelegt: http://www.ted.com/talks/stefan_sagmeister_the_power_of_time_off. Dieser Vortrag erklärt welche positiven Auswirkungen ein Jahr Abstand auf alle Beteiligten haben kann.

 

EINE ANDERE ART DES ARBEITENS

Die Reise ist dabei keinesfalls ein langer Urlaub, sondern viel mehr eine andere Art des Arbeitens.

Das Positive für mich ist, ich bleibe ein Feuerpfeil, denn alle meine Arbeitskollegen sind mir ans Herz gewachsen und mittlerweile meine Freunde. Selten habe ich einen solchen Zusammenhalt im Team erlebt, wie in dieser Agentur. Auch, aber nicht nur deshalb werde ich die Agentur während meiner Reise unterstützen wo ich nur kann. Das Büro lasse ich dabei zurück, aber der Kontakt bleibt mit Sicherheit bestehen. Wozu gibt es denn Hilfsmittel wie Skype, Trello und Co? Anders als in vielen anderen Berufen haben wir als Kreative den Vorteil, dass wir zum Arbeiten oft nur einen Computer benötigen. Wo man diesen Computer ins Internet bringt spielt dabei eine untergeordnete Rolle. Der Begriff des digitalen Nomaden ist in der Kreativbranche so geläufig wie in kaum einem anderen Berufsfeld. Ich bin in der privilegierten Situation in einem Unternehmen zu arbeiten, in dem mir dies zumindest in einem gewissen Rahmen ermöglicht wird. Auch wenn ich für unsere Kunden nicht greifbar sein werde, so kann ich doch am Alltag der Agentur teilhaben.

Neben diesem beruflichen Rückhalt erfahren wir ganz viel Unterstützung von Familie und Freunden, wofür wir mehr als dankbar sind.

 

WIE KANN MAN AN UNSEREM TRIP TEILHABEN

Neben den Beiträgen, die ich sicherlich hin und wieder für den Feuerpfeil-Blog schreiben werde haben wir für unsere Reise eine eigene Webseite eingerichtet. Wer mag kann uns unter www.wombat-chase.com oder auch auf Facebook folgen.

Wir freuen uns auf alle neuen Herausforderungen und viele tolle Eindrücke, die uns dieses Jahr bescheren wird.
Simon

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Lieber Simon, wir verfolgen alle ganz gespannt Euren Blog und freuen uns schon darauf Dich wieder zu sehen!

wombat-chase

Marion, Meisterin der Zahlen Dr. Barausch in Kronach

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